CDU-Stadtverband Marsberg
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Kommunalwahlen 2009

Wahlprogramm

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1. Sicherung und Ausbau des Wirtschaftsstandortes Marsberg          

 

Marsberg hat im Vergleich zum NRW-Durchschnitt eine geringe Arbeitslosigkeit und sichere Arbeitsplätze. Hauptgrund dafür ist eine stark mittelständische, vielfältig geprägte Struktur, die aufgrund ihrer Diversifizierung robust gegen Krisen und Rezessionen ist. Als wichtig erweist sich zudem die gute Verkehrsanbindung über Straße und Schiene sowie die Position mitten in Deutschland. Ziel des Bürgermeisters und der Politik muss es sein, diese Strukturen aktiv zu fördern und zu erhalten.

 

o        Noch bessere Vernetzung der Marsberger Unternehmer über gezielte Aktionen der Wirtschaftsförderung (Messen, Austauschrunden, Stammtische, Wirtschaftsforen)

o        Aktive Wirtschaftsförderung durch Auftragsvergaben an lokale Firmen 

o        Weiterer Ausbau der Tourismus-Aktivitäten in Marsberg durch die mögliche Umsetzung des Ferienparks auf Gut Wieringsen, die weitere Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten und die stärkere Vermarktung der Stadt bei Tourismus-Messen. Durch gezieltes Marketing, den Diemel-Radweg und andere Aktionen stieg die Zahl der Übernachtungen bereits 2008 um mehr als 40 Prozent an – Tendenz weiter steigend

o        Aktive Vermarktung des Gewerbegebietes Westheim und Ansiedlung von neuen Firmen inkl. der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Investorensuche zum Beispiel durch Präsenz auf der Investoren-Messe EXPO REAL in München    

o        Ausbau des Gesundheitsstandortes Marsberg.  Bis 2012 können in den Bereichen gesundheitliche Technik, Dienstleistungen und dem Gesundheitstourismus fast 200 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Zukunftsinitiative „Gesundheitsstandort Marsberg ist bereits auf den Weg gebracht    

 

 

 

 

2. Neu-Ansiedlung von Händlern und Schaffung neuer Einkaufsmöglichkeiten in Marsberg

 

Attraktive Geschäfte und gute Einkaufsmöglichkeiten sind elementare Bestandteile eines guten Lebensgefühls. Aufgabe des Bürgermeisters muss es darum sein, die Bedürfnisse von Händlern und Einkäufern ideal miteinander zu verknüpfen.

 

o        Entwicklung und Umsetzung des Einzelhandelsstrukturgutachtens, um den Einzelhandel in Marsberg zu fördern. Zum Beispiel über den Bebauungsplan

Meisenberg, der Geschäfte vorsieht, die dem Handel in der Innenstadt keine Konkurrenz machen

o        Schaffung einer Positiv-Liste, in der der Bedarf an Geschäften in Marsberg akkurat erfasst und bewertet wird. Gezielte Anwerbung von Geschäften auf Grundlage der Liste

o        Umsetzung eines aktiven Leerstandsmanagement mit Hilfe einer Datenbank sowie gezielter Vermarktung der Leerflächen über Stadtmarketing und örtlichen Finanzinstituten 

o        Prüfung der Konditionen für Geschäfte wie zum Beispiel Miethöhe in der City

o        Fortführung der engen Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein      

 

 

 

3. Konsequente Umsetzung der Ost-Anbindung

 

Die Umgestaltung des direkt an die Innenstadt angrenzenden Bahnhofsumfeldes gehört zu den wichtigsten und nachhaltigsten Stadtentwicklungsprojekten in Marsberg. Nach erfolgreicher Lösung vielfältiger Herausforderungen im Bereich Nutzung, Finanzierung und Altlasten steht dem weiteren Ausbau des Gebietes zu einem attraktiven Stadtareal nun nichts mehr im Wege. Gleiches gilt für die Verkehrsführung, die zu einer erheblichen Erleichterung der Erreichbarkeit der City führt.

 

o        Nach Erarbeitung einer exakten Planung und eines klaren Konzeptes - Fortsetzung und Abschluss des Projekts bis 2012

o        Nach Ansiedlung von Geschäften und Ausweisung von Einzelhandelsflächen sowie verbesserter Verkehrserschließung konsequente Umsetzung der nächsten Bauabschnitte. 1. Anbindung Paulinenstraße, 2. eigentliche Ostanbindung bis zum Jahr 2010. 3. Realisierung des Gewerbegebietes bis 2011. Anbindung der Marsch bis 2012

o        Nutzung der Brachflächen der Bahn für ein Innenstadt nahes Wohnen aller Generationen  

o        Weitere Einwerbung und Nutzung von Fördermitteln, um Stadthaushalt zu entlasten. Bis heute wurden durch gute Kontakte zum Land viele Millionen Euro Fördergelder gesichert, darunter mehrere Millionen für die Reaktivierung des alten Ritzenhoff-Geländes. 

 

4.  Lebensqualität in der Stadt und auf den Dörfern, insbesondere unter dem Eindruck des demografischen Wandels

 

Statistiken und Prognosen deuten darauf hin: Schon in wenigen Jahren wird sich die Bevölkerungsstruktur in Marsberg nachhaltig verändern. Weniger junge und ganz junge Menschen könnten immer mehr älteren und alten Einwohnern gegenüber stehen. Es ist eine demografische Entwicklung, die nicht nur bei den Planungen berücksichtigt, sondern der auch mit entsprechenden Maßnahmen begegnet werden muss. Folgende Ideen und Maßnahmen sind mir hierbei wichtig.

 

o        Schaffung von guten persönlichen Kontakten und eines guten Miteinanders aller Generationen 

o        Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, um für alle Generationen eine gute und verlässliche Transportmöglichkeit zu gewährleisten

o        Schaffung von Anreizen für die Ansiedlung von jungen Menschen, zum Beispiel durch finanzielle Unterstützung beim Erwerb von Bauplätzen, der Schaffung von Jugend- und Familientreffpunkten in den Dörfern und dem Aufbau sowie der Bewahrung von Arbeitsplätzen.   

o        Erhalt der guten Kindergarten- und Schulversorgung

o        Sicherung der Grundversorgung in den Dörfern: Geschäfte, Ärzte, kulturelle Angebote

o        Aufbau von speziellen Wohnmöglichkeiten für Senioren

o        Attraktive Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten für alle Alterstufen   

 

 

5. Gesundheitsstandort Marsberg

 

Marsberg braucht eine gesundheitliche Versorgung, die diesem Namen auch gerecht wird. Ein Akut-Krankenhaus mit Vollversorgung gehört hierzu genauso wie eine gut funktionierende ärztliche Versorgung sowie Notfallversorgung. Auf- und Ausbau von Infrastruktur, Dienstleistungen und produzierendes Gewerbe im Gesundheitsbereich und dem Gesundheitstourismus.

 

  • Die Einberufung und Umsetzung eines „runden Tisches“ ist erfolgt: Sein Ziel:  Gemeinsame, tragfähige Zukunftskonzepte für den Erhalt des Krankenhauses und der Notfallversorgung zu erarbeiten. Eventuell kann das Krankenhaus die Notfallversorgung übernehmen  
  • Gespräche mit der NRW-Landesregierung, um ein „Ausbluten“ der ländlichen Regionen zu verhindern
  • Einbindung des Krankenhauses in die Zukunftsinitiative „Gesundheitsstandort Marsberg“ (Umbau des Schwesternwohnheims zum Appartement-Hotel und Nutzung als Übernachtungsmöglichkeit für Begleitpersonen von Patienten, Einbindung in neues Konzept „Gesundheitstourismus“ sowie Schaffung von Infrastrukturmaßnahmen, die die Auslastung erhöhen
  • Prüfung und Entwicklung von Alternativkonzepten zur bisherigen Notfall-Versorgung,  z.B. über „Telehealth
  • Prüfung und Entwicklung von neuen Medizin-Angeboten, z.B. Palliativ-Netzwerk 
  • Entwicklung von Anreizen für Fachärzte, nach Marsberg zu kommen (z.B. besondere Bauplätze, gutes Bildungs- und Kulturangebot) 
  • Netzwerk mit den ansässigen Unternehmen und der Gesundheitswirtschaft schaffen
  • „Gesundheits-  Wellness- oder Golfhotel“
  • Angebote von Präventivprogrammen in landschaftlich reizvoller Umgebung

 

 

 

6.  Erhalt des Bildungsstandortes Marsberg

 

Bildung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Jugend, aber auch für eine funktionierende Gesellschaft. Bereits seit Jahren steht darum die Sanierung von Schulen und Bildungseinrichtungen auf der Tagesordnung der Politik. Folgende Punkte liegen mir hierbei am Herzen:  

  • Anpassung der Bedarfsplanung an die demografischen Bedingungen und Veränderungen

o        Nutzung von PPP/ÖPP-Modellen zur Finanzierung von Bildungseinrichtungen (Kontaktaufnahme mit Finanzministerium und anderen Förderbanken ist erfolgt)

o        Weitere Investitionen in Umbauten und Renovierung von Schulen in Marsberg. (Renovierung der Chemieräume in der Realschule, der Hauptschule Niedermarsberg sowie der naturwissenschaftlichen Räume in Gymnasium wurde bereits umgesetzt).

o        Umsetzung weiterer Projekte, auch unter Zuhilfenahme von staatlichen Konjunkturprogrammen

o        Weiterer Ausbau der offene Ganztagsgrundschulen und Förderschule, dabei Nutzung der Mittel aus einem Förderbescheid in Höhe von 89.000 Euro

o       Aktive Vermarktung des Schulstandortes Marsberg: „Europa-Gymnasium“ und Realschule  - die „schlaueste Schule Deutschlands“

 

 


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Hubert Kleff MdL
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