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Sensburg und CDU Marsberg: Kostenverteilung für den Ausbau der Stromnetze muss dringend überprüft werden

Nach der Verabschiedung der EEG-Reform setzen sich der heimische Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg und die CDU Marsberg für eine zügige Überprüfung der bisherigen Kostenverteilung des Netzausbaus im Zuge der Energiewende ein. „Der Ausbau der Stromnetze ist ein ganz wesentlicher Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland. Die aktuelle, regionale Wälzung der Kosten führt dabei zu zum Teil deutlichen Verwerfungen wie das Beispiel der Stadt Marsberg zeigt. Es ist daher dringend angezeigt, dass die bisherige Kostenverteilung des Netzausbaus überprüft wird. Im Koalitionsvertrag haben wir dies auch so vereinbart“, so Patrick Sensburg.

Die Stadt Marsberg gehört bei der Energiewende zu den Vorreitern im Hochsauerlandkreis. Bereits 1998 hatte Marsberg mit dem Windpark Meerhof den damals größten Windpark Europas ausgewiesen. Im Jahr 2012 sind im Gebiet der Stadt rund 231 Gigawatt-Stunden Strom produziert worden. Demgegenüber stand ein Stromverbrauch von 238 Gigawatt-Stunden. Marsberg produziert also bereits heute annähernd so viel Energie aus erneuerbaren Quellen, wie in der Stadt verbraucht wird. Und das bei einer leistungsstarken und zum Teil stromintensiv produzierenden, heimischen Wirtschaft. „Die Stadt Marsberg liegt damit bereits heute deutlich über dem bundesweit für das Jahr 2035 angestrebten Anteil von 55-60% Erneuerbare Energien“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Michael Rosenkranz.

Doch finanziell hat sich diese Vorreiterrolle bisher nicht rentiert. Sie hat im Gegenteil sogar dafür gesorgt, dass die Kosten für die Marsberger Stromverbraucher Anfang des Jahres noch einmal stark angestiegen sind: Der hohe Anteil der Erneuerbaren Energien im Stadtgebiet hat einen Ausbau der Stromnetze notwendig gemacht, um die erzeugte Energie in die regionalen und überregionalen Netze einspeisen zu können. Die Kosten für diesen Netzausbau, der im Interesse aller Stromverbraucher in Deutschland liegt, werden aber über die sog. Netzentgelte nur an die Stromverbraucher in der Region weitergegeben. In der Stadt Marsberg sind die Netzentgelte zu Beginn dieses Jahres nach einem früheren Wechsel des Netzbetreibers um bis zu 25% gestiegen. „Die Stadt Marsberg wird für ihren erfolgreichen Ausbau der Erneuerbaren Energien bestraft. Dies kann politisch nicht gewollt sein“, so Michael Rosenkranz.

Daher unterstützt der Stadtverband eine unter der Federführung des Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Marsberg e.V. initiierte Resolution Marsberger Unternehmen, die eine bundesweite Umverteilung der Lasten des Netzausbaus einfordert. Mit Patrick Sensburg hat nun auch der heimische Bundestagsabgeordnete seine Unterstützung zugesagt. „Nach der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes muss die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Überprüfung der bisherigen Kostenverteilung des Netzausbaus dringend angegangen werden. Ich werde mich in Berlin für eine zügige Umsetzung dieses Vorhabens einsetzen“, sagte Sensburg anlässlich eines Zusammentreffens mit dem Vorstandsmitglied der Ritzenhoff AG Bernd Giesler, dem Bürgermeister der Stadt Marsberg Klaus Hülsenbeck sowie dem Essenthoer Ortsvorsteher und Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion Eberhard Banneyer bei der Ritzenhoff AG in Marsberg-Essentho.

von links: Bernd Giesler (Ritzenhoff AG), Bürgermeister Klaus Hülsenbeck, Patrick Sensburg und Eberhard Banneyer, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Marsberg. 

© CDU Stadtverband Marsberg 2017